» Abschleppkosten

Wenn Ihr Fahrzeug nach einem Unfall, an dem sie keine Schuld tragen, nicht mehr fahrtüchtig ist, werden die Kosten für das Abschleppen im Rahmen der Sachschadenregelung grundsätzlich erstattet. Dennoch gilt für den Betroffenen die Pflicht zur Schadensminderung. Vergeben Sie bitte nicht „blind“ Aufträge an Abschleppunternehmen, vergleichen Sie unter Umständen verschiedenen Angebote. Die Versicherung übernimmt möglicherweise nur ein Teil der Kosten, wenn die Dienstleistung als überteuert eingestuft wird.

» Abstandsvergehen

Abstandsvergehen sind ein häufiger Grund für Verkehrsordnungswidrigkeitsverfahren. Sollte generell auch ständige Vorsicht und Rücksichtnahme oberes Gebot sein, so treten doch immer wieder Gefahrensituationen durch zu dichtes Auffahren ein. Punkterelevant ist bereits die Unterschreitung des Mindestabstandes ("halber Tachowert" - 100 km/h entspricht der Mindestabstand also 50 m) um mehr als die Hälfte (entsprechend unserem Bsp. also 25 m). Drängelt sich das nachfolgende Fahrzeug gar auf ein Drittel (oder weniger - für unser Bsp. wiederum 3/10 = 15 m) des Mindestabstandes an das vorausfahrende Fahrzeug heran, droht ein Fahrverbot oder sogar eine Strafanzeige wegen Nötigung.

» An- und Abmeldekosten

Kosten für Abmeldung oder Neuanmeldung eines Fahrzeugs nach einem Unfall fallen bei irreparablen Schäden am Unfallfahrzeug an. Diese Aufwendungen können durch die Haftpflichtversicherung übernommen werden.

» Anhörungsbogen

Jedem Beschuldigten, dem ein verkehrsrechtliches Vergehen zur Last gelegt, muß vor Erlass eines Bussgeldbescheides die Möglichkeit erhalten, sich zum Vorwurf äußern zu können. Sofern der Betroffene nicht vor Ort befragt werden soll, geschieht dies durch einen so genannten Anhörungsbogen.

Folgendes sollten Sie dabei beachten:
Sie haben das Recht, keine Angaben zur Sache zu machen. Sie sind auch nicht dazu verpflichtet, den Anhörungsbogen zurück zu senden. Persönliche Angaben müssen Sie nur dann mitteilen, wenn Ihre Personalien bei der Bußgeldstelle nicht oder nur zum Teil bekannt sind. Dazu gehören ausschließlich Familienname und Vorname, ggf. Geburtsname, Geburtsort und Geburtsdatum sowie die Anschrift.
Die Verpflichtung, persönliche Angaben mitzuteilen, darf  Sie nicht in die Situation versetzten, sich selbst zu bezichtigen. Es ist also z.B. unzulässig, dass im Anhörungsbogen die Angaben zur Person mit denen des Fahrzeugführers verknüpft sind.
Einer Ladung/Vorladung durch Gericht, Staatsanwaltschaft oder Bußgeldbehörde müssen Sie Folge leisten. Beachten Sie bitte, dass Sie zu einer Aussage nicht verpflichtet sind. Es gilt das Schweigerecht. Es ist nicht legitim, aus Ihrem Schweigen Schlüsse zu Ihrem Nachteil zu ziehen.

» Arzt- bzw. Heilbehandlungskosten

Ist in einem Verkehrsunfall eine Person zu Schaden gekommen, fallen Arztkosten und/oder Heilbehandlungskosten an. Sofern diese Aufwendungen nicht durch eine gesetzliche Versicherung geregelt werden, können die Ansprüche geltend gemacht werden.

» Aufbauseminar

Man unterscheidet Aufbauseminare, die von Fahrschulen oder aber von Begutachtungsstellen durchgeführt werden. Beide müssen für diesen Zweck amtlich zugelassen sein. Aufbauseminare können freiwillig oder von einer Verwaltungsbehörde verpflichtend sein. Einmal in fünf Jahren hat jeder Verkehrssünder die Möglichkeit, seinen Punktestand durch ein Aufbauseminar oder eine verkehrspsychologische Untersuchung zu reduzieren.
Freiwillige Teilnahme:
Bei einem Punktestand im Flensburger Verkehrszentralregister von bis zu 8 Punkten können den Betroffenen durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Aufbauseminar einer Fahrschule 4 Punkte gutgeschrieben werden.
Beim Stand  von 8-13 Punkten muss die Fahrerlaubnisbehörde den Verkehrsteilnehmer darüber benachrichtigen, dass er die Möglichkeit hat, freiwillig an einem Aufbauseminar in einer Fahrschule teilzunehmen. Ein erfolgreicher Abschluß hat den Erlass von 2 Punkten zur Folge. Das Seminar besteht aus vier theoretischen Schulungseinheiten und einer 30 min. Fahrprobe.
Verpflichtende Teilnahme:
Verpflichtend ist die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung auch schon bei einem Punktestand von 8-13 Punkten, wenn der Führerschein entzogen wurde, oder wenn Verkehrsverstöße unter Drogen- oder Alkoholeinfluß zu Stande gekommen sind.
Bei einem Punktestand ab 14 Punkten verpflichtet die Fahrerlaubnisbehörde den Verkehrsteilnehmer zu der Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung. Dafür führt der Teilnehmer über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen Einzelgespräche mit Verkehrspsychologen. Gegebenenfalls findet eine Fahrprobe statt.
Bei 18 Punkten wird der Führerschein für mindestens 6 Monate entzogen, die erfolgreiche Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Schulungsmaßnahme erhöht die Chancen auf rasche Wiedererteilung des Führerscheins.

(Stand 2013)

» Auffahrunfall

Auffahrunfälle rangieren in der Unfallstatistik im Straßenverkehr weit oben. Zu geringer Sicherheitsabstand, zu hohe Geschwindigkeit, Unaufmerksamkeit sind die die häufigsten Ursachen dafür. Zumeist trifft also den Auffahrenden die Schuld, die es zu regeln gilt. Dennoch gibt es auch Ausnahmefälle („Ausbremsen“) in denen es hilfreich ist, mit fachlicher Hilfe den Unfallhergang korrekt und nachweisbar zu rekonstruieren und den entstanden Schaden regulieren zu können.